Die erste Auftragsarbeit

Es ist Wochenende und somit wieder Bastel Woodworking-Time. Ich hatte mir einiges vorgenommen aber leider habe ich ein Anruf vom NMC erhalten und musste leider ran – da ich Rufbereitschaft habe. Es war dann auch kein simple Störung so dass ich meine Kollegen in einer Telco dazu rufen musste. Leider zeigte sich, das unsere Überwachung für diesen Störfall unzureichend ist – und wir somit sehr sehr lange brauchten um den Verursacher zu lokalisieren. Da es sich um einen MI handelte tickte sowieso die Uhr und auch die Zielerfüllung. Na ja, nach 8 Stunden war dann die Störung beseitigt und ich durfte mich dann meinen ursprünglichen Tageswerk widmen….
Da die Störung um 8 Uhr gemeldet wurde und mich noch vor dem Frühstück erreichte war ich weder geduscht noch sonst etwas – ich hatte nur nebenbei große Mengen von Kaffee getrunken und zwei Nudossi Brötchen gegessen.

Da ja die Hausordnung ein gewisses Zeitfenster für „lärmende“ Arbeiten vorgibt, war Eile angesagt. Somit habe ich mich dann schnell fertig gemacht und bin dann in meine Werkstatt gestürmt um dann meine erste Auftragsarbeit an zu fangen.

Es galt einen Spezialhalter für Stickles herzustellen. Als erstes musste ein passendes Brettchen her. Zum Baumarkt wollte ich nicht mehr und die Zeit drängte. Habe dann einer meiner diversen „vermessenden“ Frässchablonen (sprich Ausschuss) als Rohmaterial genommen und dann mit einem Bündigfräser auf Maß gefräst.

Anschließend wurde dann mit Bleistift ein Gitter aufgezeichnet und mit einem 2mm Bohrer die Schnittpunkte angebohrt. Danach wurden dann mit der Oberfräse und einem 20mm Beschlagfräser / Beschlagbohrer die Löcher gebohrt.

Als Beinchen habe ich dann mit dem Joint-Genie dann 8 Bohrungen für Holzdübel gesetzt. Danach noch mit Schleifpapier etwas entgraten und fertig ist das Auftragswerk.

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Dowel Session

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Diese Wochende ging es wieder um Holzverbindungen und zwar um eine klassische.
Damit am Ende alles passt und auch winklig wird, ist ein Hilfswerkzeug sehr nützlich. Der Markt an Helfern ist sehr umfangreich, schaut man sich aber die zu erreichenden Genauigkeiten an …… dann trennt sich die Spreu vom Weizen. Nach einigen Recherchen habe ich mich dann fuer das Genie entschieden.

Das Ergebnis war überzeugend.

Und weiter geht’s oder die ersten Schritte in Richtung MFT

Endlich Wochenende und somit Bastelzeit ….. habe mich dann auch gleich in den Keller verzogen um an meinen Holzfertigkeiten weiter zu arbeiten. Hatte dafür gestern noch eine schöne 22er MDF-Platte gekauft.

BildDa die Bohrungen in einem MFT einen Durchmesser von 20mm haben, war das die richtige Aufgabe für meinen HM-Beschlagbohrer.
Die Schwierigkeit liegt in dem genauen Loch-Abständen  – die betragen 96mm (was genau ein dreifaches von 32mm (LR 32 – System) ist) – also musste ich mir dafür erst mal eine Vorlage dafür bauen.

Als  erstes aus einem Reststück einen Fuß für die Oberfräse gebaut. Das war leider erforderlich, da der Beschlagbohrer bei Nutzung einer Kopierhülse nicht durch die Platte gereicht hätte.

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Aus weiteren Reststücken wurde dann ein Anschlag für meine lange LR-32 Schablone gebaut.

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Somit konnte ich schon mal in der einen Ebene genaue Lochabstände fräsen. Jetzt musste ich mir für die andere Ebene etwas einfallen lassen. Als erstes habe ich vier Anschlagstücken aus einem Restmaterial abgesägt.

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Anschließend habe ich diese Anschlagstücken unter die MDF-Platte geschraubt und als Auflage für meine Hilfsleisten genutzt.

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Diese habe ich dann jeweils mit einer LR32 Lochreihe versehen.

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Somit hatte ich dann an beiden Achsen ein 32er Raster auf das ich aufbauen konnte.

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Als erstes musste ich natürlich die Achsen genau ausmessen und verspannen. Das war etwas nervig, aber der Enderfolg gibt einem hoffentlich Recht.

Nun musste ich noch die Drehzahl für den Beschlagbohrer ausprobieren – am Ende habe ich mich für Stufe 4 entschieden …. das Loch ist sauber und auch nicht verbrannt.

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Und nach einer gefühlten Ewigkeit war ich dann durch und die Systembohrungen waren gemacht.

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Etwas musste ich leider lernen: MDF und Multiplex sind so unterschiedliche Materialien, das sich das gleich negativ auf den Beschlagbohrer auswirkt. An 4 Stellen war unter der Bohrung die Multiplexunterlage …. leider wurde die bei der Drehzahl gleich so war (oder der Leim zwischen den Furnieren) … das dass MDF Loch leicht angekohlt wurde. Was lernt man daraus ? Als Unterlage am besten das gleiche Material verwenden und nicht denken ….. Holz ist Holz.

Demnächst geht es weiter….

Und wer sich fragt, was der ganze Quatsch soll- hier ist ein Video zum Thema: