Die Feder ist angebracht

Auf meiner Zweitbaustelle – der Keller – ging es auch wieder etwas weiter. Ich hatte – bedingt durch einen Nachtchange – etwas Tagesfreizeit und konnte dann mit den Seitenteilen weiter machen. Nach einigen Überlegungen habe ich mich dann doch für eine umlaufende Feder entschieden. Da das Holz eine Stärke von 18mm , das Profil aber 20mm hat – musste die Feder asymmetrisch angebracht werden.
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Anschließend habe ich aus Holzresten noch die Brettchen für den Deckel+Boden zugeschnitten. Dabei kam dann auch gleich mein neues T-Square zum Einsatz.
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Auch diese habe ich dann wieder mit einer entsprechenden Feder versehen.
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Anschließend habe ich alle Teile mit Treppenlack einmal grundiert.

Der Flurschrank ist Geschichte

Letzte Woche war es dann endlich soweit. Ich und mein treuer Freund Dave haben den Flurschrank zerlegt. Scheibchenweise wurde er dann zum Wertstoffhof gebracht …
Ich möchte an dieser Stelle nochmal dem Zimmermann meinen Respekt zollen, den ich bin doch sehr von seiner schlichten aber sehr haltbaren Konstruktion angetan gewesen:
– Leichtbauplatten mit Pappwaben
– Vierkantleisten
– Genutete Zierleisten an der Front
– und gaaaanz viele lange Nägel

Es ist manchmal schon beachtlich aus welchen einfachen Mitteln man was zaubern kann…

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Im nächsten Schritt sollen nun die Türrahmen gestrichen werden. Leider ist das aber momentan etwas schwierig mit der Arbeitszeit zu kombinieren (das Streichen muss früh vor der Arbeit erfolgen), da diese Woche wieder einige Frühtermine samt Changes anstehen. Aber schauen wir mal, ob wir das diese Woche hinbekommen.

Flur , der erste Teilabriss wurde vollzogen

In kleinen Schritten geht es im Flur weiter. Bevor aber die eigentliche Renovierung starten kann, muss aber erstmal der ganze alte Mist raus … genauer gesagt der Einbauschrank.
Der Einbauschrank besteht aus zwei Teilen: Dem Originalteil aus Holzleichtbauplatten und einem Anbau aus Vierkanthölzern / Leimholz / Lamellentüren. Das Anbauteil wurde vom Vormieter in gewohnter Qualität gebastelt: jede Schraube ein Unikat und Nagel waren sein liebstes Befestigungsmittel.
Um da erst gar keinen Frust aufkommen zu lassen, habe ich gleich kompetente Hilfe geholt: Dave mein treues und robustes Hebeeisen …
Nachdem der Teilabriss erfolgte und die recht langen Teile zum Werststoffhof transportiert wurden, musste eine provisorische Unterbringung für unser Zeugs her. Dazu wurde ein Regal vom gelben Möbelhaus besorgt und aufgestellt.
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Aber wie schon so oft in dieser Wohnung, so bringt auch dieser Abbriss wieder eine kleine Überraschung mit sich – genauer gesagt: Alte Telefonleitungen. Früher führte die Telefonverkabelung durch die einzelnen Mietwohnungen durch; das wurde aber im Rahmen der Renovierung aber durch einen Kabelkanal im Treppenhaus abgelöst. Dumm nur, das es einzelne Mieter gab, die sich gegen eine Wohnungsrenovierung wehrten ….
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Da ich das Problem noch aus meiner vorherigen Wohnung kannte (dort hatte sich seinerzeit meine Vormieterin gegen die Massnahme gewehrt, und der Untermieter hatte die alten Telefonleitungen gekappt … -> sprich ich hatte kein Telefon), bin ich runter in den Keller gegangen um mir mal anschauen ob ich am APL etwas erkennen kann …
Zum Glück wurde recht sauber gearbeitet und auch der APL schön getauscht. Man sieht links neben dem APL die ganze Alt-Verkabelung rumhängen. Auf den ersten Blick scheint das alles tot zu sein. Aber man sollte genauer schauen …
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Dann erkennt man sehr schön, das es zwei Mietparteien gibt, deren Anschlußleitungen noch über die alte Verkabelung gehen.
Anscheinend war es dem Telekomiker auch zu blöd diese Sonderlocken „schön“ zu machen … und lange halten sollen die wohl auch nicht. Anders kann ich es mir nicht erklären wieso man den alten Trägerbügel da noch hängen lässt. Irgendwann reißt der die beiden Doppeladern ab. Entweder durch die Schwerkraft oder jemand bleibt da mit irgendetwas hängen.
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Also werde ich demnächst mal die Leitungen durchklingen und hoffe, das meine 3 Leitungen „tot“ sind und ich diese somit kappen kann. Andernfalls muss ich dafür extra einen Schlitz fräsen und die Leitungen eingipsen …. ich habe eigentlich weder für das eine noch das andere rechte Lust, aber was soll’s …

Es wurden Geburtstagsgeschenke abgegeben

Es ist schon was schönes wenn man Geburtstag hat und die Geschenke werden geliefert. Die Tante von DHL-Express ist heute einfach so vorbeigekommen und hat mir zwei große Geschenke überreicht.
Wow war ich aufgeregt …. ich hatte ja keine Ahnung das ich heute noch beschenkt werde – das Leben ist manchmal voller Überraschungen !
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Es handelt sich dabei um zwei Original Woodpecker Messwerkzeuge aus den USA. Ich wollte schon lange diese Woodpecker-Werkzeuge haben aber leider gab es keinen direkten Versand nach Deutschland….

Als mein Schatz mich gebeten hat, ihr einige Bastelsachen aus den USA zu besorgen die auch nicht direkt nach Deutschland versendet werden …. musste ich handeln: Ein Regierungsauftrag hat immer höchste Prio !

Also habe ich einen Versanddienst herausgesucht, der dieses Problem lösen könnte. Dabei fiel meine Wahl auf Borderlinx.
Dieser Dienst stellt mir eine Postfachadresse in den USA zur Verfügung an die ich meine Bestellung schicken lasse. Borderlinx versendet dann die Ware gegen Gebühr an meine Adresse in Deutschland. Die Zollerklärung / Steuern / Zölle werden von Borderlinx auch gleich einkassiert. Sprich man bekommt seine Waren direkt nach Hause und muss nicht nochmal zum Zoll.

Damit sich die Versandkosten lohnen, habe ich mich dann geopfert und die Woodpecker-Werkzeuge mit bestellt.
Na ja, irgendwie ist es dann aber so gekommen das ihr Bastelbedarf vom Gewicht eher untergegangen ist – sprich Sie hat mal wieder gespart, da ihre Sendungen Versandkostenfrei waren. Mann kann diese Frau ein Glück haben!

Hier noch zwei Videos von Woodpecker Woodworking:

Der Lack ist (endlich) ab

Nach einigen sehr hektischen Tagen habe ich heute wieder etwas Zeit um ein paar Zeilen in meinem Blog zu schreiben.
Heute geht es um die Lackierarbeiten im Flur, genauer gesagt um die Türrahmen.

Die Farbe war schon teilweise abgeplatzt und auch nicht mehr Weiß sondern hatte schon einen tollen Gelbstich. Da der Altanstrich wirklich keinen guten Eindruck machte, war die Entscheidung diesen zu erneuern schnell gefällt. Rückblickend betrachtet war die Entscheidung vielleicht nicht die beste – es wäre sicherlich „einfacher“ gewesen die TGL-Stahlrahmen durch einen Verblendung auf DIN-Rahmen umzubauen und den Lack unberührt zu lassen.
(Hier kann man mehr dazu lesen)

Nun stellte sich die Frage: Überlackieren oder komplett erneuern ? Da der alte Lack aber schon arg abblätterte, war das Vertrauen in die Haltbarkeit nicht gegeben .. sprich: Neulackieren !

Also wenn man mit dieser Aufgabenstellung zu einem Baumarkt geht, dann bekommt man in der Regel einen Exzenterschleifer oder einen Schleifroller als Mittel der Wahl angeboten. Wenn es dann um die Dreckvermeidung geht, wird dann entweder ein Staubfangbeutel für den Schleifer verkauft oder man bekommt den Rat, den alten Lack abzubrennen.
Da bei mir der Lärmaspekt eine große Rolle spielt und das mit dem Abbrennen im Innenraum nicht wirklich gesund klingt… habe ich mich als „grobe Lösung“ für das Farbschaber-Set von Bahco entschieden.
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Das war eine sehr gute Entscheidung und wie sich noch später zeigen sollte, eine recht gesunde dazu.
Mit dem Farbschaber benötigte ich pro Rahmen ca. 30-45 Minuten. Danach war dann, bis auf die Grundierung, alles runter.
Für die Baustellenreinigung hatte ich meinen kleinen Festool-Sauger dabei ….

Irgendwie war ich aber unzufrieden – mir dauerte das einfach zu lange – und ich wollte da schneller vorankommen.
Also habe ich mal getestet wie man denn mit einem Schleifer (mit Absaugung) so zeitlich vorankommt. Dafür hat sich dann eine kleine Rotex-90 bei mir eingefunden und es ging frisch ans Werk. Rotex + Grant P40 Schleifpapier + Festool-Sauger = Laut und weniger Effektiv als der Farbschaber.
Nach einem halben Türrahmen musste ich dann einsehen das diese Kombi nicht annähernd so effektiv war,wie erhofft. Es musste also anderes Schleifgerät her, also im Internet gesucht und recherchiert.
Bei meinen Recherchen bin ich über die SupraFlex gestolpert und denke dass das eine sehr schöne Lösung wäre.

Die reinen Rotationsschleifer aus dem Hause Festool haben mich – auf dem Papier – nicht so begeistert… Das liegt zum einem an untypischen Durchmessern (115 + 180mm) und auch an der Tatsache das der Motor anscheinend nicht komplett gekapselt ist (in der Anleitung steht, das man beim schleifen von Stahl nur mit einem vorgeschalteten FI-Schutzschalter arbeiten soll).

Beim Studium der Flex-Anleitung bin ich aber über einen andere Passage gestolpert: „Die Maschine ist nicht zum schleifen von Bleifarbe geeignet !“
Bei dem Wort „Bleifarbe“ musste ich an alte Wandgemälde denken aber nicht an moderne Lacksysteme. Also habe ich die Tante google befragt und bin danach fast vom Glauben abgefallen. Erst dachte ich dass das alles ein schlechter Scherz ist … aber Nein: Bleifarbe ist ein ernstes Thema und eine ziemlich unschönes noch dazu….
Wer mehr dazu lesen möchte, der kann gerne mal folgenden Links folgen:
http://www.maler.org/bleifarbe-20118519
http://www.bgbau.de/gisbau/fachthemen/expo/doku/expoanblei.pdf

Um es kurz zu machen: Meine Farbe ist vor 1990 aufgetragen worden und somit mit Sicherheit bleihaltig. Der feine Schleifstaub oder die noch feineren Dämpfe beim abbrennen sind das Problem. Man atmet beim arbeiten eine große Menge Bleistaub ein … weiterhin lagert sich der feine Staub in der Wohnung ab und wird dann immer wieder aufgewirbelt und dann eingeatmet.
Die Empfehlung der Berufsgenossenschaft ist sehr simpel: Den Arbeitsplatz komplett mit Folie einhausen; möglichst staubarm arbeiten (Farbschaber oder Abbeizen); Schleifen nur mit Absaugung der Staubklasse M oder H; Feinstaubmaske P2/3; Schutzhandschuhe und Overall. Nach der Arbeit ist der komplette Arbeitsplatz abzusaugen und zu reinigen ….
Also musste ich meine Arbeitsweise dementsprechend anpassen: Als erstes hat der Sauger ein Update bekommen und ist nun ein Staubklasse-H Sauger (mit normalen Beuteln dann ein Staubklasse M); danach wurde eine große Menge an Kreppband und Abdeckfolie (15um) gekauft und dann wurde vor dem schleifen alles Abgedeckt/eingehaust .. nach dem schleifen wurde dann alles abgesaugt (Böden/Wände) usw…
Die Arbeitsvor- und nachbearbeitung dauerte länger als die eigentliche Arbeit …..

Was mich an diesem Thema am meisten stört, ist die Tatsache das es „verschwiegen“ wird. Ich habe mir mal die Mühe gemacht und bei einigen DIY-Schleifern die Anleitungen gelesen – es gibt keinen Hinweis! Auch im Baumarkt hört man von diesem Thema nix. Und dann bringt die Firma Bosch noch einen neuen Schleifroller auf den Markt, der nicht mal ansatzweise korrekt absaugfähig ist.
Sprich: Es werden jeden Tag irgendwo Altanstriche entfernt und die Bewohner werden unwissentlich einer Gesundheitsbelastung ausgesetzt. Sicherlich wird man durch „das bisschen“ Schleifstaub was in so einer Wohnung anfällt, nicht gleich tot umfallen …. aber Langzeitschäden wird es doch geben.

Mittlerweile sind alle Rahmen abgeschliffen und morgen geht es an die ersten Lackierungen. Wenn alles gut geht, dann ist nächste Woche das Thema erledigt.