WhisperLan – Controller Hardware

Mittlerweile ist auch das zweite Barbone Modell geliefert worden, und ich konnte beide gegeneinander antreten lassen. Bei meinem Test ging es aber nicht um „wer ist schneller“, sondern „wer behält den kühlsten Kopf“. Und wie so oft, ist die Theorie (Datenblatt) grau und die Praxis schillert in den schönsten Farben.

Hier jeweils ein kleiner Einblick in das Gehäuse der beiden Kandidaten:

Shuttle DS437T – passive Kühlung
Laut Datenblatt für Umgebungstempearturen bis 40 Grad ausgelegt
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Shuttle DS81 – aktive Kühlung

Laut Datenblatt für Umgebungstempearturen bis 50 Grad Celsius ausgelegt
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Der Testablauf war sehr simpel: Es wurde CentOS 6.5 mit aktuellen Patches installiert und dann mittels dem Stress-Tool ein Kern mit 100% ausgelastet. Bei dem DS81 wurde mit maximaler Lüftung (im Bios eingestellt) getestet. Dieser Test lief dann ca. 1 Stunde.
ShuttleCompare
Das Ergebnis ist dann sehr ernüchternd: Das Gerät mit der passiven Kühlung schneidet am besten ab. Der Rivale ist selbst bei der geringen Umgebungstemperatur und der geringen Last schon fast am Temperaturlimit. Mir ist es ein Rätsel wie das bei 50 Grad Celsius Umgebungstemperatur funktionieren soll.
Also werden wir das passive Modell für den WLAN-Controller verwenden.

WhisperLan – PoE Problem bleibt weiterhin unklar

Heute ist endlich meine alternative PoE-Stromversorgung in Form eines kleines Industrie-Switches (LevelOne IFE-0500) gekommen und ich konnte weiter testen.
Erstmal das freudige Ergebnis: Der Industrie-Switch scheint mit dem AP zusammenzuarbeiten – sprich ich habe jetzt einen funktionierenden Plan B für die Stromversorgung (genauer gesagt habe ich auch schon Plan C+D , aber die muss ich erst mal noch testen).
Nun aber zu der Frage, wieso der AP nicht mit dem PowerDsine PoE-Midspan zusammenarbeitet … dazu habe ich dann mal alle drei PoE-Quellen mit meinem Tester geprüft und musste feststellen das sich alle drei Quellen (PowerDsine, LevelOne, UBNT (einfacher mitgelieferter Injektor)) nach der Norm verhalten (soweit ich das mit meinem Tester prüfen kann).
Das einzigste was unterschiedlich ist, ist die Spannung. Das PowerDsine liefert mit 54 Volt etwas mehr, als die anderen beiden. Laut Norm sind aber 57 Volt erlaubt !

Ich werde mal versuchen den Hersteller mit dieser Problematik zu konfrontieren – mal sehen was er mir sagt …. wenn er was sagt.
UAP-PoeProb

WhisperLan – Gestell wurde geliefert ; Router und Switch im ersten Test

Und weiter geht es … gestern wurde das kleine 19″ Rack geliefert, welches ich dann gleich mal mit Router und Switch gefüllt habe.
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Router und Switch machen einen guten Eindruck und sollten für das Projekt ausreichend sein. Ich werde morgen mal die VLAN-Konfiguration testen.
Leider bin ich bei meinem 802.3af-Problem (PoE) noch nicht weiter, da die restlichen AP’s noch nicht geliefert wurden. Habe aber mittlerweilen einen anderen Switch besorgt der 802.3af (mit 48 Volt) können soll, mit dem werde ich dann heute Abend mal einen Test machen.

WhisperLan – Kleine PoE-Herausforderung

Nachdem ich nun mittlerweile die Outdoor PoE-Midspans erhalten habe, wollte ich diese mal ausprobieren … Aber leider war es mir nicht möglich diese mit meinem UAP Outdoor+ zum laufen zu bekommen. Laut Datenblatt sollen ja beide 802.3af „sprechen“ und sich auch verstehen …. die Praxis sieht leider wieder anders aus.
Da der AP auch an einem „PoE-Switch“ (MikroTik Routerboard) nicht wirklich will (mit seinem eigenen Injektor spielt er sehr wohl …), hoffe ich nun das es sich um einen defekten AP handelt. Sobald ich die restlichen AP’s erhalten habe, kann ich dann noch mal testen.
Es ist doch immer wieder eine Freude wie reibungslos die Technik funktioniert – ich hatte ja extra auf „diffuse“ DIY-Midspans verzichtet und den Markführer PowerDsine (jetzt Microsemi) genommen – auch wenn es ein paar Euros mehr kostet …. um genau dieser „wieso funktioniert DAS NICHT ?!“ – Problematik zu entgehen.
Na ja, schauen wir mal was der morgige Tag an neuen Erkenntnissen so bringt ..

Kleines Update: Ich habe mit meinem VDV II Pro mal die PoE-Spannungen gemessen … und siehe da, der MicroSemi liefert satte 54 Volt wo hingegen der „Switch“ fast gar nichts liefert. Wenn man dann das Datenblatt vom Switch ganz genau liest, dann stellt man fest das dieser kein 802.3af kann. Somit kann ich den Switch nicht als zusätzliche Referenz nehmen.

WhisperNet – Outdoor PoE Midspan sind geliefert worden

Und wieder hat der Paketdienst etwas abgegeben. Diesmal sind die POE-Midspan geliefert worden. Diese musste ich ja in UK bestellen, da diese momentan in Deutschland nicht mehr zu bekommen sind.
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Bei diesem Gerät wurden dann mal „anständige“ Buchsen verbaut. Die entsprechenden Kappen liegen natürlich der Sendung bei. Einen Stecker hat man sich bei diesem Gerät erstmal gespart … Also muss ich noch NEMA-Stecker besorgen damit wir das vor Ort dann bei Bedarf an einer Steckdose anschliessen können.
Dieser Midspan wird vor seiner Inbetriebnahme einmal um die Welt gereist sein …. „Made in the Phillipines“ – ich brauche nicht erwähnen, das man dieses Gerät in PH nicht wirklich kaufen kann. Eher in HK …

WhisperLan – WLan Controller auf Barebone-Hardware

Ich hatte es ja erfolgreich geschafft die WLAN-Controller-Software auf einem Wandboard zu installieren. Leider ist aber dessen MMC-Interface sehr sehr langsam und man muss dann wieder eine SSD nehmen. Das ist nicht wirklich ein Problem, nur gibt es dafür keine fertiges Gehäuse. Nun könnte man anstatt einer internen SSD auch einfach einen USB-Stick o.ä. daran basteln – aber das wird dann eher was gefrickeltes. Und da ich auch den Wartungsaspekt betrachten muss, habe ich nun entschieden das ganze mit einem Shuttle-Barebone zu lösen.
Als erstes habe ich das ganze mit einem DS437T getestet. Dieser Barbone kommt ohne Lüfter aus und soll bis zu einer Umgebungstemperatur von 40 Grad Celsius arbeiten. Ich habe kurzerhand den WLAN-Controller mit einem Centos 6.5 aufgesetzt und dann die Maschine mittels dem Kommando Stress unter Last gesetzt. Die Prozessortemperatur liegt im Ruhezustand bei 40 Grad, sobald man beide Kerne mit 100% belastet steigt diese auf 62 Grad. Die Umgebungstemperatur lag bei diesem Test bei 22 Grad. Rein rechnerisch sollte also bei 40 Grad Umgebungstemperatur, die Kerntemperatur sich bei 80 Grad einpendeln. Die Kerntemperatur liegt dann knapp unter der Grenze von 85 Grad.
Wie gesagt: Alles unter Volllast.
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Schauen wir mal, wie sich das die nächsten Tage entwickelt.