Kleines Board für den Flur

Mich störte das wir keine Schlüsselablage hatten. Die Schlüssel wurden meisten irgendwo auf dem großen Board hingelegt und mussten dann „gefunden“ werden.
Also kam „Regierungsseitig“ die Idee auf, einfach eine Ikea-Bilderleiste anzubringen. Der Weg zum nächsten Ikea stand in keinem Verhältnis zum „einfach mal schnell“ (schnell ist übrigens ein relativer Begriff) selber bauen. Und wie es der Zufall so wollte (ja wir wollen hier mal alle an den Zufall glauben), hatte ich letztes im Baumarkt eine besondere Holzsorte gefunden und mitgenommen. Es handelt sich um Paulownia-Leimholz. Sehr leicht und sehr hell. Erinnert ein wenig an Balsaholz.
Diese Holz musste ich mal ausprobieren und da bot sich dieses kleine Projekt an.

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Als erstes habe ich alle Schnittlinien auf das Werkstück übertragen – oder genauer gesagt dieses versucht. Das war schon eine kleine Herausforderung, da die Oberfläche kleine weiche Vertiefungen hat … wo die Druckbleistiftmine sehr leicht abbricht. So dauerte das anzeichnen etwas länger als üblich.

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Damit die Schlüssel nachher nicht einfach „über Board“ gehen, habe ich ein breite Nut gefräst. Eigentlich wäre das eine schöne Aufgabe für die Tischfräse gewesen, aber ich hatte keine Lust diese aufzubauen. So habe ich alles mit der Oberfräse und dem Parallelanschlag gemacht.

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Diese Fläche habe ich dann noch mal mit einem Nuthobel nachbearbeitet.

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Danach habe ich das Werkstück getrennt – schließlich wird noch ein Rückenteil benötigt.

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In das Rückenteil wurden dann 30mm Löcher gebohrt damit man die Schrankaufhänger einschlagen kann.

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Und am Ende dann der größte Spaß: Das Leimen. Bei diesem Holz war das dann wieder etwas anders, da der Leim erst mit einer Verzögerung angezogen hatte. Vorher konnte man die Werkstücke wie auf Schmierseife verschieben. Erst nach ca. 10 Minuten gab es einen gewissen Griff und ich konnte die Werkstücke endgültig fixieren.

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Damit das ganze auch etwas geschützt ist, habe ich das ganze dann noch mit einem „weißen“ Natural-Öl behandelt. Das Holz saugte das Öl weg wie ein Schwamm. Denke das ich es demnächst nochmal nach ölen muss. Aber vorerst sollte das ausreichen.

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Schnell die zwei Löcher gebohrt und das gute Stück aufgehangen. Sieht gar nicht so schlecht aus. Reine Bauzeit waren 3,5 Stunden. Trockenzeiten nicht mit eingerechnet.

Diesmal wurden Lasuren ausprobiert

Heute war mir wieder mal nach farbigen Experimenten … und da ich ja schon einige Beizen durchprobiert hatte, habe ich nun einige Versuche mit Lasuren unternommen.
Zum Glück gibt es von Natural auch kleine Probetöpfchen so das ich dieses Experiment „günstig“ durchführen konnte. Als Holz habe ich günstiges Fichtenleimholz verwendet. Für den ersten Eindruck sollte das ausreichen.

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Werkstatthelfer – Upgrade

Ich hatte ja vor einiger Zeit einen kleinen Helfer für meinen Luftfilter gebastelt. Wie so oft – kommt der Hunger mit dem Essen – sprich ich wollte das Untergestellt auch „in die Kellerecke“ fahren können. Dazu ist aber eine stabile und schlanke Konstruktion notwendig – und für diese ist in meinen Augen Holz nicht die passende Lösung. Also habe ich wieder mal die guten Bosch-Profile verwendet.

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Nach gefühlten 1000 Schrauben und Bolzen war das Werk endlich vollbracht. Und siehe da – es passt auch in die Ecke.

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Hier kann man den alten „Helfer“ sehen, welchen ich vor einiger Zeit aus Restholz zusammengebaut habe. Nicht schön, hat aber seinen Zweck erfüllt.

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Und hier das „neue“ Modell. Wesentlich höher und zudem mit der Möglichkeit, diesen über den Fernwärmerohren „zu parken“.

Ein kleines Geschenk für die Liebste

Zum Geburtstag meiner Liebsten brauchte ich noch ein kleines Geschenk. Es sollte etwas persönliches werden und am besten auch ‚handmade‘ sein. Nach einigen Überlegungen kam ich auf die Idee, ein Stück Eichenkantholz (welches für ein Bettbauprojekt als Muster geholt wurde) zu ‚verarbeiten‘. Zum einem könnte ich auch mein Umgang mit dem Werkstoff ‚Eichenholz‘ etwas verbessert (Bettbau-Projekt) und zum anderen hätte man ein sehr persönliches Geschenk. Und da Eicheholz für Unvergänglichkeit und Robustheit steht – umso passender.

Getreu der Arbeitsweise vom Drunken Woodworker, habe ich mich an die Arbeit gemacht (ohne Abrichte, Dickenhobel, Bandsäge etc …) und mein bestes gegeben.

IMG_6965Als erstes habe ich das Kantholz abgelängt. Dazu habe ich kurzerhand meine Stichsäge genommen.

Anschließend habe ich das ganze dann mit D3-Leim verleimt und ordentlich gespannt. Über Nacht hatte es dann genügend Zeit zum trocknen.

Ich muß zu meiner Schande gestehen, das ich im Eifer des Gefechts, die Verleimregeln nicht eingehalten habe – hoffe aber das dieses Werkstück mir diesen Fehler verzeiht.

IMG_6966Obwohl ich den Leimüberstand gleich mit einem Lappen abgenommen habe, sind leichte Schleier zurückgeblieben.

Diese haben ich dann mit einer Ziehklinge abgenommen.

IMG_6968Um den optischen Eindruck noch zu verbessern, habe ich dann zum Hobel gegriffen und habe die leichten Überstände weggenommen.

Danach machte das Leimholz schon einen sehr guten Eindruck (für selbstgemacht).

 

IMG_6971Nun bot sich der Griff zur Schleifmaschine an.

Ich war – zugeben – etwas faul, denn diese kleine Fläche hätte ich auch per Hand schleifen können. Aber mit der Maschine ist es natürlich sauberer (da mit Absaugung …) und einfacher ….

Ein Schliff mit 120er Körnung reichte schon aus, um die Oberfläche in einen schönen Zustand zu bringen.

IMG_6969Nachdem nun das Leimholz fertig war, ging es an den Formen- bzw. Schablonenbau.

Eigentlich hätte man auch direkt aus dem Leimholz mit der Stichsäge etwas „zaubern“ können – aber dazu hatte ich keinen Mut. Ich hatte zu viele Bedenken das die Schnitte nicht sauber und genau würden.

Also wurde aus etwas MDF-Restholz eine Schablone gebaut. Dazu musste als erstes die Skizze übertragen werden.

Mittels Laserdrucker und Bügleisen war das schnell getan.

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Natürlich ist dazu etwas Geduld und viel Wärme notwendig … aber dafür wird man mit einer schönen Skizze belohnt. Die eine oder andere Stelle wurde nochmals mit Bleistift nachgezogen und schon konnte es weiter gehen.

IMG_6972Danach durfte die Stichsäge wieder an die Arbeit.

Die Vorlage wurde – so sauber wie möglich – ausgesägt.

IMG_6973Danach wurden die Kanten noch mit Schleifpapier sauber geschliffen und die erste Schablone war fertig gestellt.

MDF ist natürlich ein schöner Werkstoff für solche Formen – aber leider ist die Staubentwicklung gewaltig. Dummerweise ist die Absaugung an der Stichsäge nicht optimal (ich nutze ja auch den Splitterschutz) und ich musste immer „zweihändig“ arbeiten – in einer Hand die Stichsäge und in der anderen der Staubsaugerschlauch.
Aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben …

IMG_6975Die fertige Vorlage wurde nun auf das Eichenholz gelegt und die Kontur mit etwas Überstand übertragen.

Und wieder musste dann die Stichsäge ran. Und getreu dem Hersteller-Motto „… folgt nur einer Linie – deiner !“ ging es wieder los.

Die Schnittgüte war sehr gut – ich könnte als zukünftige Projekte auch direkt mit der Stichsäge zaubern.

 

IMG_6976Auf diesen Rohling wurde dann die Schablone aufgeschraubt und dann die Kontur mit einem Bündigfräser abgenommen.

Hier zeigte sich auch schon das erste kleine Problem: Mein Fräser war nicht mehr der allerjüngste und somit nicht mehr der schärfste.
Bei dem harten Eichenholz zeigte sich diese Schwächse sofort und es gabe einige kleine dunkle Stellen.

So etwas ist natürlich bitter – aber dann auch leider nicht mehr zu ändern.

IMG_6977Das Herz sollte zweigeteilt sein und aus diesem Grund wurde eine zweite Schablone benötigt.

Auch diese wurde wieder mittels Laserdruck+Bügeleisen „aufgedruckt“ um dann wieder mit der Stichsäge in eine Schablone umgewandelt zu werden.

IMG_6979Diese Schablone wurde dann auf das Werkstück gespannt. Danach wurde dann wieder die Kontur abgezeichnet und mit der Stichsäge die grobe Form ausgesägt.

Anschließend durfte dann wieder ein Kopierfräser ans Werk gehen. Ich hatte mir mittlerweile einen neuen Fräser (Sistemi Klein) besorgt und die Brandspuren sind erheblich weniger geworden.

Trotzdem denke ich aber, das ich das nächste mal mit einer Kopierhülse arbeiten werde. Das Eichenholz ist doch recht hart und der Fräser hat bei voller Länge bei dieser Materialstärke echt ‚viel zu tun‘.

Am Ende mussten dann noch die Seiten von Hand geschliffen werden.  Danach wurde dann satt Öl aufgetragen um dann das gute Stück zu vollenden. Das Öl bringt die schöne Maserung des Eichenholzes sehr schön zur Geltung und wertet das ganze auf.
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Herstellung von Stahlholz – Teil1

Im Rahmen meiner Keller-Reparatur, geht es nun an die Herstellung von Stahl-Holz .. oder anders ausgedrückt um stabile Querriegel.
Um Stahl-Holz herzustellen, benötigt man natürlich Holz. In diesem Falle MDF was auf passende Breite geschnitten wird.
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Anschließend wird dieses Holz mit einer Phase und Nut versehen.
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Nun kommt die Hochzeit mit dem Stahl-Rechteckrohr.
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Diese Kombination wird anschließend mit einem Holzrahmen versehen.
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In den nächsten Tagen geht es dann mit der Stahl-Holz-Produktion weiter.

Holz für den Kellerverschlag

Vor einiger Zeit wurden im Gemeinschaftskeller (genau vor unserem Keller) „Klempnerarbeiten“ ausgeführt … und diese hatte leider negative Folgen. Zum einem mussten die Klempner Wasser ablassen … und haben meinen Holzvorrat weder abgedeckt oder weggeräumt (ein Teil meines Holzvorrats steht vor unserem Keller in einer Nische) … mit der Folge das ich nun den Großteil entsorgen kann.
Weiterhin wurden nun leider die konstruktiven Mängel von unserer Keller-Parzelle sichtbar. Die Herren Handwerker haben die eine Wand soweit eingedrückt, das dort einige Latten „das zeitliche“ gesegnet haben.
Hier sind nun kurzerhand einige Reparaturen erforderlich.

Damit das ganze nicht so sehr auffällt, versuche ich den vorhanden „Look“ beizubehalten.

Also habe ich mit im Baumarkt einige Halb-Palisaden geholt und diese entsprechend bearbeitet ….

So sahen die guten Teile noch vor meiner Bearbeitung aus. Damit sich nichts bewegt, habe ich diese unten gegen den MFT geschraubt.
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Mit den passenden Hobel ging es dann „zur Sache“. Leider ist der MFT für solche arbeiten „zu leicht“ – hier muss ich mir zukünftig noch eine Lösung einfallen lassen.
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Anschließend wurden die Hölzer mit Beize behandelt.
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