Ein kleines Geschenk für die Liebste

Zum Geburtstag meiner Liebsten brauchte ich noch ein kleines Geschenk. Es sollte etwas persönliches werden und am besten auch ‚handmade‘ sein. Nach einigen Überlegungen kam ich auf die Idee, ein Stück Eichenkantholz (welches für ein Bettbauprojekt als Muster geholt wurde) zu ‚verarbeiten‘. Zum einem könnte ich auch mein Umgang mit dem Werkstoff ‚Eichenholz‘ etwas verbessert (Bettbau-Projekt) und zum anderen hätte man ein sehr persönliches Geschenk. Und da Eicheholz für Unvergänglichkeit und Robustheit steht – umso passender.

Getreu der Arbeitsweise vom Drunken Woodworker, habe ich mich an die Arbeit gemacht (ohne Abrichte, Dickenhobel, Bandsäge etc …) und mein bestes gegeben.

IMG_6965Als erstes habe ich das Kantholz abgelängt. Dazu habe ich kurzerhand meine Stichsäge genommen.

Anschließend habe ich das ganze dann mit D3-Leim verleimt und ordentlich gespannt. Über Nacht hatte es dann genügend Zeit zum trocknen.

Ich muß zu meiner Schande gestehen, das ich im Eifer des Gefechts, die Verleimregeln nicht eingehalten habe – hoffe aber das dieses Werkstück mir diesen Fehler verzeiht.

IMG_6966Obwohl ich den Leimüberstand gleich mit einem Lappen abgenommen habe, sind leichte Schleier zurückgeblieben.

Diese haben ich dann mit einer Ziehklinge abgenommen.

IMG_6968Um den optischen Eindruck noch zu verbessern, habe ich dann zum Hobel gegriffen und habe die leichten Überstände weggenommen.

Danach machte das Leimholz schon einen sehr guten Eindruck (für selbstgemacht).

 

IMG_6971Nun bot sich der Griff zur Schleifmaschine an.

Ich war – zugeben – etwas faul, denn diese kleine Fläche hätte ich auch per Hand schleifen können. Aber mit der Maschine ist es natürlich sauberer (da mit Absaugung …) und einfacher ….

Ein Schliff mit 120er Körnung reichte schon aus, um die Oberfläche in einen schönen Zustand zu bringen.

IMG_6969Nachdem nun das Leimholz fertig war, ging es an den Formen- bzw. Schablonenbau.

Eigentlich hätte man auch direkt aus dem Leimholz mit der Stichsäge etwas „zaubern“ können – aber dazu hatte ich keinen Mut. Ich hatte zu viele Bedenken das die Schnitte nicht sauber und genau würden.

Also wurde aus etwas MDF-Restholz eine Schablone gebaut. Dazu musste als erstes die Skizze übertragen werden.

Mittels Laserdrucker und Bügleisen war das schnell getan.

IMG_6970
Natürlich ist dazu etwas Geduld und viel Wärme notwendig … aber dafür wird man mit einer schönen Skizze belohnt. Die eine oder andere Stelle wurde nochmals mit Bleistift nachgezogen und schon konnte es weiter gehen.

IMG_6972Danach durfte die Stichsäge wieder an die Arbeit.

Die Vorlage wurde – so sauber wie möglich – ausgesägt.

IMG_6973Danach wurden die Kanten noch mit Schleifpapier sauber geschliffen und die erste Schablone war fertig gestellt.

MDF ist natürlich ein schöner Werkstoff für solche Formen – aber leider ist die Staubentwicklung gewaltig. Dummerweise ist die Absaugung an der Stichsäge nicht optimal (ich nutze ja auch den Splitterschutz) und ich musste immer „zweihändig“ arbeiten – in einer Hand die Stichsäge und in der anderen der Staubsaugerschlauch.
Aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben …

IMG_6975Die fertige Vorlage wurde nun auf das Eichenholz gelegt und die Kontur mit etwas Überstand übertragen.

Und wieder musste dann die Stichsäge ran. Und getreu dem Hersteller-Motto „… folgt nur einer Linie – deiner !“ ging es wieder los.

Die Schnittgüte war sehr gut – ich könnte als zukünftige Projekte auch direkt mit der Stichsäge zaubern.

 

IMG_6976Auf diesen Rohling wurde dann die Schablone aufgeschraubt und dann die Kontur mit einem Bündigfräser abgenommen.

Hier zeigte sich auch schon das erste kleine Problem: Mein Fräser war nicht mehr der allerjüngste und somit nicht mehr der schärfste.
Bei dem harten Eichenholz zeigte sich diese Schwächse sofort und es gabe einige kleine dunkle Stellen.

So etwas ist natürlich bitter – aber dann auch leider nicht mehr zu ändern.

IMG_6977Das Herz sollte zweigeteilt sein und aus diesem Grund wurde eine zweite Schablone benötigt.

Auch diese wurde wieder mittels Laserdruck+Bügeleisen „aufgedruckt“ um dann wieder mit der Stichsäge in eine Schablone umgewandelt zu werden.

IMG_6979Diese Schablone wurde dann auf das Werkstück gespannt. Danach wurde dann wieder die Kontur abgezeichnet und mit der Stichsäge die grobe Form ausgesägt.

Anschließend durfte dann wieder ein Kopierfräser ans Werk gehen. Ich hatte mir mittlerweile einen neuen Fräser (Sistemi Klein) besorgt und die Brandspuren sind erheblich weniger geworden.

Trotzdem denke ich aber, das ich das nächste mal mit einer Kopierhülse arbeiten werde. Das Eichenholz ist doch recht hart und der Fräser hat bei voller Länge bei dieser Materialstärke echt ‚viel zu tun‘.

Am Ende mussten dann noch die Seiten von Hand geschliffen werden.  Danach wurde dann satt Öl aufgetragen um dann das gute Stück zu vollenden. Das Öl bringt die schöne Maserung des Eichenholzes sehr schön zur Geltung und wertet das ganze auf.
IMG_6980

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s