WhisperVision – erster Test

Im Projekt WhisperLan haben wir ja erfolgreich die WLAN-Lösung von Ubiquiti – genauer gesagt UniFi – im Einsatz. Der Hersteller bietet auf der selben Basis auch eine Überwachungslösung an: UniFi Video. Anfang des Jahres wurde eine neue kleine Kamera – UVC Micro – vorgestellt, und diese schien für das Projekt passend zu sein. Also lange gewartet und nun endlich konnte die Kamera samt Software getestet werden.

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Ein kleiner netter Karton lädt zum öffnen ein.

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Es ist eine gelungene Lösung aus Netzteil, langer Zuleitung und einer magnetischen Aufhängung.

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Und klein – sprich Micro – ist die Kamera wirklich. Da die Kamera nur per Wlan arbeitet, ist nur die dünne Leitung für die Stromversorgung notwendig.

Nach diesem WOW kam dann aber schnell die Ernüchterung. Zum einem sind die Systemvoraussetzungen für die UniFi-Vision-Software andere als erwartet – zum anderen gibt es von Hause aus keinen RemoteAccess für diese Lösung. Während man für die UniFi-WLan-Lösung so ziemlich jedes Linux als Basis nehmen kann, ist für die Unifi-Vision nur Debian/Ubuntu unterstützt. Sprich eine Installation auf CentOS – wie bei uns im Einsatz – ist so erst mal nicht möglich.
RemoteAccess ist nur möglich wenn man sich einen DynDNS-Dienst sowie PortForwarding installiert. Dummerweise bietet der lokale ISP bzw. deren CPE keine PortForwarding. Synology – als Konkurrenzlösung – bietet mit Ihrem myDS-Dienst durchaus eine Lösung welche auch ohne PortForwarding funktioniert. Ich muss mal in einer ruhigen Minute abschätzen welche Lösung man hier weiter verfolgt.

Kurs Handwerkzeug

Um den Umgang mit den typischen Handwerkzeugen für die Holzbearbeitung zu erlernen, habe ich einen Wochenendkurs besucht. In diesem Kurs wurden verschiedene Werkstücke hergestellt.

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In dieses rechteckige Stück Birkenholz, soll nun ein maßhaltiges Rechteckloch rein. Das Loch wurde mit Bleistift angezeichnet und anschließend noch angerissen.

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Danach wurde es in der Werkstatt laut, denn es wurde fleißig gestemmt.

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Irgendwann war das Loch dann endlich fertig.

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Nun ging es an die Hobel. Aus der Restkiste hat man sich verschiedene Hölzer genommen und die Kanten gehobelt. Es stand eine Vielzahl von Hobel zur Auswahl und man konnte die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Modelle auf den Faserverlauf / Holzart ausprobieren.

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Natürlich hat man sich auch am Hirnholz ausprobiert und dessen Schwierigkeiten kennengelernt.

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Nachdem man nun geübt hatte, ging es an die praktische Umsetzung: Ein Vierkantstab musste winklig auf die Abmessung des Lochs runter gehobelt werden. Dies war gar nicht so einfach.

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Nun ging es an die Sägen. Auch hier wurden unterschiedliche Sägen an verschiedenen Holzsorten ausprobiert. Ziel war es einen rechtwinkliges Schnitt hinzubekommen.

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Nachdem man den Klemmspalt in dem Grundkörper gesägt hatte, konnte das ganze montiert werden.

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Nun ging es an eine Zinkenverbindung. Als erstes wurde eine kleine Zinkenschablone gebaut. Mit dieser wurden dann die Zinken angezeichnet.

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Danach musste man die Zinken möglichst genau sägen.

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Danach musste wieder der Stechbeitel geschwungen werden um die Zinken auszustemmen. Danach wurden die Zinken auf das andere Brettchen übertragen. Diese wurden dann wieder ausgesägt und gestemmt. Danach wurden die Zinken aufeinander angepasst.

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Und dann endlich war es soweit: Die Zinken konnten verleimt werden.

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Nachdem der Leim etwas abgebunden hatte, konnten die Flächen mit dem Hobel verputzt werden.

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Nun musste die Nut für die Halteleiste eingearbeitet werden. Mittels Säge und Stemmeisen wurde als erstes eine grobe Nut hergestellt. Diese wurde dann mit einem Sim- und Grundhobel nachgearbeitet.

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Danach wurde wieder eine Rechteckleiste auf Maß gehobelt und ein geleimt.
Fertig ist der Bankhaken.

Mikrotik User Meeting 2015 in Zürich

Heute musste ich etwas früher aufstehen um den Flieger um 7 Uhr nicht zu verpassen. Ich war überrascht wie viele Menschen schon um halb Sechs auf dem Flughafen unterwegs waren. Selbst der Flughafen-Bus war überfüllt.
Um 8 Uhr 30 bin ich dann in der Schweiz, genauer gesagt in Zürich, gelandet. Es war ein sommerlicher Tag um die 27 Grad Celsius – Sonne Pur.

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wpid-img_20150724_092707.jpgBedingt durch meinen frühen Flug gehörte ich mit zu den ersten. Jeder Teilnehmer hat einen Beutel mit „Geschenken“ erhalten … und die wurden dann natürlich auch gleich ausgepackt und bewundert.

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Um 10h ging es dann los mit der Eröffnungsrede. Nachdem man ausführlich – und langatmig – erklärt hatte, wieso Mikrotik gute Produkte herstellt und man unbedingt diesen Hersteller vertreiben sollte , wurden die Neuheiten vorgestellt.

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Und bei der Produktpräsentation waren dann auch 3 Produkte dabei die für mich bzw. WhisperLan von Vorteil wären. Das eine Produkt ist schon erhältlich wird demnächst mal bestellt und ausprobiert. Am meisten bin ich natürlich auf den hAP / hAP lite bespannt. Es scheint dann endlich ein DualRadio-AP mit ordentlichen Betriebssystem zu geben.

Danach gab es noch einen Vortag über CapsMan – das ist Mikrotik seine Wlan-Controller-Lösung. Der große Vorteil von CapsMan ist, das diese auf einem Mikrotik-Router „nebenbei“ her läuft. Sprich man braucht keine extra Hardware für den WLAN-Controller. Was mich aber stört, ist die Tatsache das CapsMan sich nur um das Device-Provisioning kümmert. Statistiken oder Tickets für Hotelanwendungen etc. gibt es leider nicht. Dafür muss man sich dann selber Software schreiben oder einkaufen. Anscheinend gibt es hier auch noch keinen Community-Lösung.

Danach gab es einen sehr spannenden Vortrag zum Thema Mikrotik im Backbone. Als ich die Überschrift gelesen hatte, dachte ich mir: „Was soll das den für ein Backbone sein wo Mikrotik zum Einsatz kommt ?“ Zumal ich durch meine Arbeit ja eine ziemliche genaue Vorstellung zu einem „Backbone“ habe.
Aber ich wurde überrascht: Es war sehr wohl ein Backbone und es ging um die Vernetzung von mehreren PoP’s (z.B. Zürich und Frankfurt (sicherlich bei eShelter in Rödelheim)) mittels eines IPv6-IPSec-Tunnels. In dem genannten Beispiel wurden Cisco ASR1000 durch Mikrotik-Router ersetzt. Das fand ich persönlich sehr interessant. Zumal es auch einige Seitenhiebe in Richtung Mikrotik gab (Dinge die funktionieren sollten es aber nicht taten)…

Danach gab es dann zwei Beiträge zum Thema Mikrotik und Redundanz. Da war für mich persönlich nicht viel neues dabei – aber es war sehr schön das alle Features und deren Pro + Con mal zentral erörtert wurden.

Was auch sehr schön war, war die Tatsache das man sich mal mit anderen MikroTik-Anwendern kurzschließen konnte.  Es war eine schöne Veranstaltung … und mal sehen, vielleicht bin ich ja nächstes Jahr mal in Prag mit dabei.