Pocket Holes – Schraubenvorrat angeschafft

Nachdem ich ja über das Schraubensortiment in dem Kreg 4 Master-Set etwas enttäuscht war, hatte ich mir gleich ein passendes Schraubensortiment bestellt. Nach meinem Experiment mit 12mm Holz weiß ich ja auch, das ich auch noch die kurzen Schrauben benötige – welche nicht in diesem Set enthalten sind – aber die sind auch schon bestellt und bald vor Ort.

img_20151225_131842.jpg

Kellerwand ist nun im rechten Winkel

Ich habe ja schon seit einiger Zeit zwei wunderschöne Winkel-Sets von Woodpeckers … aber dummerweise war unten in meinem Keller
kaum Platz. Habe nun einiges weggeräumt und konnte nun die beiden Sets an der Wand befestigen. Damit sind nun die wichtigsten Winkel immer griffbereit.
IMG_7952

Der amerikanische Weg … ist auch nicht einfach

Wenn ich mir amerikanische Woodworker-Videos anschaue, werde ich manchmal depressiv. Nicht weil die teilweise eine riesige Werkstatt haben, sondern weil die in kurzer Zeit ihre Projekte „abschließen“. Sicherlich kann man sich nun streiten wann ein Werkstück „als fertig“ zu betrachten ist … ist es erst fertig wenn die Oberfläche gemacht wurde (lackieren / ölen) oder wenn die Montage fertig gestellt wurde ?

Aber davon rede ich hier nicht.
Auch in Amiland dauert das Finish sehr lange … Lacke und Öle wollen trocknen und müssen geschliffen werden … das dauert halt eine Weile. Was ich meine, ist die eigentliche Montage des Werkstückes … und die geht bei einigen Woodworkern Rucki-Zucki.

Mir ist das erst letztens wieder aufgestoßen: Ich habe eine einfache Kiste mit Klappdeckel gebaut. Ich hatte dazu einfaches Fichtenleimholz aus dem Baumarkt genommen (ja dieses krumme Zeug was man hinterher-geschmissen bekommt) – zum einem billig und zum anderen recht leicht.
Eine einfache Kiste: 4 Seiten + 1 Deckel + 1 Boden. Ich hatte keinen Rechteckstab zur Hand – andernfalls hätte ich das einfach verschraubt.
Also die klassische Variante: Flachdübel – geht mit der Maschine sehr schnell und man hat beim Zusammenbau leichte Toleranzen.
Der Zuschnitt (ja es ist nicht einfach aus einem harzigen und krummen Stück was raus zuschneiden) und auch das einfräsen der Flachdübel-Nuten ging sehr schnell … aber dann kam das Verleimen. Alle meine Korpuszwingen waren im Einsatz und ich musste jetzt erst mal bis zum nächsten Tag warten bis der Leim getrocknet ist. Dummerweise war das ein Sonntag und ich musste bis Montag warten … denn am Sonntag ist das mit der Flachdübelfräse eine sehr schlechte Idee. Erst dann konnte ich die Scharniere einfräsen (Lamello Duplex) – ein Vorgang von nicht mal einer Minute.
Wenn ich eine zweite Kiste (oder eine Schublade) bauen wollte, könnte ich das aus Mangel an Zwingen auch nur hintereinander machen. Zumal ich das Werkstück erst nach dem Aushärten des Leim „transportiere“ (nicht das sich die Winkel ändern).
Sprich eine Box am Tag. Wenn man bedenkt das ich nur am Samstag Zeit für so etwas habe … kann man sich ganz leicht ausrechnen wie viele Wochen für so etwas verschwendet werden. Und hierfür möchte ich eine Lösung haben.

Was machen die meistens Amis anders ? Ganz einfach: Sie nutzen andere Befestigungsarten !
Zum einem wird dort viel mit Pocket-Holes gemacht und wenn das nicht reicht, kommt die Nagelpistole zum Einsatz.
Mit der Nagelpistole hätte ich teilweise meine Probleme, da man Flächen unter Umständen noch mal hobeln möchte .. und ein Hobeleisen und ein Drahtstift sind keine gute Kombination. Aber die Pocket-Holes sind meines Erachtens einen Blick Wert.
Ich habe mir dann nach einigen Recherchen ein solches System gekauft: Kreg Master System K4M
IMG_7941
Als erstes habe ich dann an einem Reststück „geübt“:
IMG_7945
Bei der Montage ist es wichtig das die Werkstücke verspannt werden. Andernfalls zieht die Schraube das Werkstück etwas aus der Position.
IMG_7946
Das Ergebnis hat mich positiv gestimmt. Im demontierten Zustand erkennt man , das die Schrauben schön tief gehen.
IMG_7947
Nachdem das geklärt war, ging es an ein reales Projekt: Wieder eine Box. Diesmal aus Sperrholz (12mm). Das Bohren ging problemlos. Bei der Montage war dann schon etwas mehr Know-How gefragt, damit das Werkstück rechtwinklig gespannt war.
IMG_7948
Aber das Ergebnis war sehr schlecht. Eine Schraube ist aus der Kante raus gekommen.
IMG_7949
Das lag wahrscheinlich an der Schraubenlänge. Laut Tabelle sind sowohl Schrauben mit der Länge von 1″ als auch 3/4″ für diese Materialstärke geeignet. In dem Set waren aber nur 1″ lange Schrauben … und die scheinen nicht optimal zu sein.
Ich muss das später nochmal an 12 mm Restholz ausprobieren. Da ich mit der Box weiterkommen wollte und es zudem Sonntag war, habe ich den Rahmen gedübelt und dann gespannt. Hier sieht man dann schön die verspannte Situation:
IMG_7951

Kleiner Helfer

Jeder kennt das zur genüge: Man öffnet das elektronische Postfach und wird von unzähligen Newslettern erschlagen. Meistens steht dort ja nichts interessantes drin … aber manchmal ist da auch etwas nützliches dabei. In diesem Fall der Hinweis, auf einen nützlichen Helfer den ich sofort sympathisch fand. Der Newsletter war von der Firma The Tool Nut und dort wurde dann ein Produkt mit dem Namen „Innotwins Slide-Kick Hose & Cable Hook“ vorgestellt.
Nachdem ich mir die Beschreibung und das passende Video angeschaut habe – war klar das ich dieses Produkt mal ausprobieren möchte. Also habe ich mich auf die Suche nach einem „lokalen“ Händler gemacht. Eine Bestellung in den USA fand ich für diesen einzelnen Artikel etwas over-sized. Und ich wurde fündig und zwar beim Hersteller in den Niederlanden: http://www.innotwins.nl

Leider gab es keinen Händler in Deutschland, so das ich mir das Teil in den Niederlanden bestellt habe:
IMG_7937

Ich konnte das gute Stück noch nicht ausprobieren. Sobald ich das gemacht habe – gibt es ein entsprechendes Update.

Die Messlatte wurde ausgetauscht

Nichts ist für die Ewigkeit … leider.
Mein bisheriges Taschenbandmaß fängt langsam „zu zicken“ an. Das Band fährt nicht mehr komplett ein, sprich die Federmechanik ist etwas „ausgelutscht“. So etwas nervt ein wenig, und da habe ich mir kurzerhand ein neues Taschenbandmaß geholt. Ich wollte endlich mal eines in der Genauigkeitsklasse EC-I haben und wurde beim Hersteller Sola fündig.
Ich habe von Sola schon eine super genaue Wasserwaage und bin mit dem Produkt sehr zufrieden. Dieser Hersteller ist nicht jedem ein Begriff, da dieser i.d.R. nicht im Baumarkt vertrieben wird und zudem aus Österreich kommt.
Nachdem ich das Maßband in der Hand hatte, musste ich mich aber erst mal etwas wundern: Dort stand „Made in England“.

Mit etwas Recherche fand ich heraus das dieses Band von der Firma Fisco-Tools hergestellt wird. Ob Sola das nun „zu kauft“ oder Fisco irgendwie mit Sola verbunden ist, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Jedenfalls scheint es kein „Made in RPC“ zu sein – das finde ich persönlich sehr gut und schafft Vertrauen.
Ich habe dann mal auf dem BMI-Maßband geschaut und keinen „Made in “ Hinweis gesehen .. es ist nur eine deutsche Prüfnummer aufgedruckt.
Das BMI-Band ist auch schön öfter mal runter gefallen ist, deshalb habe ich mir dieses mal eine etwas robustere Ausführung gegönnt.

Hier mal ein paar Fotos:
IMG_7942
IMG_7944