Versuch macht klug …

Eines meiner Vorhaben in diesem Jahr, ist der Flur, genauer gesagt die Flurschränke. Ich hatte vor einiger Zeit schon einige Pläne mit SketchUp gemacht und mir auch schon ein Stück Musterholz (Tischlerplatte mit Dekorspan) geholt. Bis jetzt habe ich noch nicht oft mit Tischlerplatte gearbeitet und so habe ich auch einige Vorbehalte, was dieses Material angeht: Ist die Mittellage nicht zu „weich“ um diese „anständig“ fest zu bekommen ? Und dann stellt sich noch die Frage, wie gut sich dieses Material überhaupt schneiden lässt. Und um diese Fragen zu klären, habe ich mich heute in meine Werkstatt begeben.

Als erstes ging es an das Sägen. Ich habe dazu ein Feinschnittblatt sowie eine MDF-Schnittunterlage verwendet.

Zu erst habe ich es „mit Gewalt“ versucht: Mit einem Schnitt gleich die volle Materialstärke. Das Ergebnis war nicht schlecht, aber auch noch nicht perfekt. Es waren doch einige Ausrisse zu sehen.
Danach habe ich das ganze in 2 Schritten geschnitten: 1 Vorschnitt mit 3mm und danach dann der Rest. Hier war das Ergebnis fast Optimal. Es gab fast keine Ausrisse mehr – nur noch ganz wenige und sehr feine. Ich vermute das meine Schneidlippe an der Tauschschiene nicht mehr optimal sitzt und mal getauscht werden müsste.
Also beim Thema Schnittfähigkeit hat dieses Material ganz klar bestanden.

Danach ging es dann an die Planung der Verbinder. Bei meinem Projekt später sollen die Verbinder möglichst unauffällig und stabil sein. Meine Wahl fiel dann auf eine Kombination aus Domino-Dübel und Clamex-S Verbinder. Die Stabilität soll von dem Dominoverbinder kommen und der Clamex soll als Leim. / Montagehilfe dienen.

Das Fräsen war in diesem Holz überhaupt kein Problem. Alle Löcher sahen perfekt aus. Beim verschrauben der Clamex Verbinder ist mir zweimal ein Missgeschick mit den Schrauben passiert: Diese haben sich auf der gegenüberliegenden Dekorseite abgezeichnet.

Danach ging es dann an die Endmontage. Hier wollte ich nun testen ob die Clamex es schaffen die Dominoverbindung ausreichend „anzuziehen“ … leider ist dies nicht der Fall. Sicherlich bringen die Clamex ausreichend Druck auf – aber im Kantenbereich kommt der Druck leider nicht optimal an. Hier muss ich nochmal etwas grübeln wie ich das besser lösen kann.

Metallarbeiten in der Holzwerkstatt

Letztens sind in meiner Werkstatt Metallspäne geflogen. Es galt ein Stück Edelstahl (3mm Stark) mit einem Langloch zu versehen. Da durfte meine Stichsäge mal zeigen was in ihr steckt.

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Die erste Herausforderung waren die Löcher. Da meine normalen HSS 08-15 Bohrer da sicherlich schnell gestreikt hätten, habe ich mir spezielle Bohrer besorgt.

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Mann kann die sehr leicht mit Steinbohrern verwechseln – es sind aber Universalbohrer. Und die haben mit dem V2A keine Probleme gehabt (WD40 als Schmiermittel). Diese werden als Tresorbohrer verkauft. Hier der Link zu dem Produkt: Keil Goldcraft

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Nachdem alles abgedeckt und verspannt war – ging es los. Als Sägeblätter kamen die WILPU Stichsägeblätter MG 11 bi und MG 31 bi zum Einsatz. Geschmiert wurde wieder mit WD 40.

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So sah dann das Endergebnis aus. Nicht perfekt aber für den gedachten Zweck ausreichend.

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Danach kam dann der unschöne Teil – alles sauber machen. Aber da man die Stichsäge mit wenigen Handgriffen zerlegen konnte … war das schnell erledigt.

Schnell mal ein paar Transportkisten gebastelt

Immer wenn eine Transportbox benötigt wird, mache ich die zur Zeit aus Holz. Bei dieser Art von Projekt kommt es nicht so auf die Optik an und man kann mal neues ausprobieren. Auch beim Holzeinkauf kann man auf günstige Ware zurückgreifen.

Für die diesen Jahr auf den Philippinen anstehende Hochzeit, hat meine Frau sehr viel Zeit im basteln vieler sehr graziler Utensilien (u.a. 250 Geschenkboxen, Serviettenringe etc..) investiert. Nun gilt es diese Dinge dort unversehrt hinzubekommen. Also habe ich mich daran gemacht passende Kisten aus Sperrholz zu bauen. Diese werden dann in die BB-Box gepackt und gepolstert.

Zuerst hatte ich zwei Kisten mit einer Kantenlänge von 150mm gebaut. Es zeigte sich dann beim befüllen das ich die größer machen musste. Also wurden dann in einer zweiten Sitzung zwei weitere Boxen mit einer Kantenlänge von 200mm gebaut. Die ersten Kisten habe ich mit Pocket-Holes verschraubt. Leider sind die dazu passenden Schrauben (12mm Materialstärke) mit einem zu feinen Gewinde ausgestattet. Das führte dazu das einige Schrauben durchgedreht haben. Aus diesem Grund habe ich die zweite Box klassisch per Senkkopf-Schraube verschraubt.

Variante1 mit Pocket-Holes

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Das 12mm Pappelsperrholz habe ich mir bei meinem örtlichen Bauhaus zuschneiden lassen. Mit dem dortigen Zuschnitt bin ich i.d.R. zufieden – und für so ein Projekt reicht die erhaltene Maßgenauigkeit.

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Bohrstation fertig gemacht und 1-2-3 mal alle Seitenteile gebohrt. Wie man sieht, habe ich immer noch keine Zeit gefunden den Sauganschluss anzupassen.

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Danach kam der spannende Teil – das Verschrauben. Ich habe mir mit ein paar Aufspannwinkeln eine kleine „Schraubstation“ gebastelt und dann recht flott aus jeweils 2 Seitenteilen ein L zusammen geschraubt.

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Danach mussten jeweils 2 L-Stücke miteinander verschraubt werden. Dazu wurden dann weitere Zwingen benötigt.

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Am Schluss kam dann der Boden ran. Den habe ich aber mit Senkschrauben angeschraubt. Zum Bohren kam dann mein Bohrsenker zum Einsatz.

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Bei dem Deckel habe ich es mir dann sehr einfach gemacht: einfach zwei passende Vierkantleisten aufgeschraubt und fertig war der Deckel.

Variante2 mit Senkkopf-Schrauben

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Auch hier habe ich wieder auf das Bauhaus meines Vertrauens zugegriffen.

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Als erstes habe ich alle Bohrpositionen angezeichnet. Mit richtig gutem Werkzeug geht das „wie Butter“.

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Danach habe ich mir überlegt wie ich das spannen vereinfachen kann. Da bin ich dann auf die Idee gekommen meine Werkbank besser auszunutzen. Hier wurden dann immer 3 Seitenteile miteinander verschraubt. Danach konnte dann die letzte Seitenwand recht einfach per Hand eingeschraubt werden.

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Und am Ende wurde dann der Boden verschraubt. Die Deckel sind dann wieder nach gewohntem Schema gemacht worden.