Kleine Kiste mal zwischendurch

Irgendwie stand mir am Samstag der Sinn nach „etwas kleines“ basteln – etwas was man an einem Tag fertigstellen kann. Da ich noch etwas Pappel-Sperrholz übrig hatte, kam die Idee daraus ein kleines Kiste zu bauen.

Aber als erstes musste ich mir ausrechnen, was ich aus den Resten maximal bauen kann. Das Sperrholz wurde schon mal für eine andere Box verwendet und hatte demzufolge noch Bohrungen. Diese konnte ich natürlich nicht gebrauchen und so musste ich sehen was nach „einer Beschneidung“ noch übrig wäre. Also erst mal etwas rechnen und knobeln.

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Nachdem ich nun die Maße hatte, ging es an die Säge. Zu erst wurden die Teile von den Bohrungen befreit und dann auf Länge geschnitten. Die beiden Deckel waren etwas schwieriger, da diese mit 110 x 110mm für die Führungsschiene sehr klein waren. Also musste ich dort etwas tricksen.

Wenn man dann alles geschnitten hat, kommt wie so oft die „Stunde der Wahrheit“. Um am Ende nicht zu sehr „überrascht“ zu werden – wurden die Teile einfach zusammen gestellt. Und siehe da – es ist mir kein Fehler passiert .. alles schien zu passen.

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Für den Schiebedeckel werden ringsherum Nuten benötigt. Hier war es dann wieder die „Qual der Maschine“ … entweder den Frästisch auf der einen oder die kleine Modulfräse auf der anderen Seite … da mir die große aber einfach zu schwer und zu unhandlich war … habe ich mich für die kleine Modulfräse entschieden. Einfach mit dem Parallelanschlag aus der Hand gefräst -so meine Idee. Ich stellte fest, das die Kombination aus „kleinen Werkstück“ und „aus der Hand heraus“ nicht optimal war. Also habe ich die Fräse kurzerhand festgespannt. Damit ging das dann sehr einfach. Da der Fräser nur 10mm hatte – aber eine 12mm Nut benötigt wurde – musste ich öfters mal zur probe fräsen ; am Ende hatte ich dann die optimale Einstellung für die Breite heraus.

Durch das Einstellen und probieren wegen der Nut breite ist mir völlig entfallen das ich auch eine Nut im Bodenteil benötige. Als ich die Fräse schon auseinandergebaut und verstaut hatte – fiel mir dieses Detail wieder ein. Ärgerlich …
Ich muss gestehen, ich war einfach zu Faul das Gerät wieder auszupacken und einzustellen … also entschied ich mich für Handarbeit.
Die Nut habe ich mit Bleistift und Anreißmesser markiert und dann leicht aus-gestemmt. Das Ergebnis ist nicht das perfekteste , aber für den Zweck sollte es reichen.

Damit mir beim verleimen die Teile nicht auseinander rutschen, entschied ich das Verbinder sinnvoll wären. Erst wollte ich Runddübel nehmen, aber das hantieren mit der Dübelschablone wollte ich mir nicht antun. Am Ende habe ich mich dann für Flachdübel entschieden. Diese waren dann 1-2-3 eingefräst.

So langsam wurde es ernst mit dem verleimen. Da man bei diesem sehr hellen Holz später etwaige Leimflecken sehr deutlich sehen würde – habe ich das ganze kurzerhand ab geklebt. Dann ging es aus schon an das verleimen und verspannen. Nachdem der Leim getrocknet war, mussten die Ecken nur noch verputzt werden. Für die Innenecken habe ich eine kleine „Handziehklinge“ benutzt – Außen habe ich dann einfach mit einem Einhandhobel losgelegt. Danach waren dann alle Kanten bündig und frei von Leim.

Den Deckel hatte ich mit Absicht etwas länger gelassen – sicher ist sicher. Diesen musste ich nun aber kürzen. Dazu wollte ich nun nicht unbedingt die Tauchsäge aufbauen – also habe ich das ganze einfach per Hand gemacht.

Beim fräsen der Nuten war ich ja etwas faul und habe diese einfach durchgängig gemacht. Das hatte aber leider unschöne „Löcher“ im Boden zur Folge. Aber da wusste ich mir einfach zu helfen. Einfach aus den Sägeabfall kleine Flicken gesägt und eingeleimt.

Am Ende ging ich dann dem Teil mit meinem Rutscher „auf’s Holz“. Der Einfachheit halber habe das ganze mit 180er und 320er Korn geschliffen.
Zu guter Letzt habe ich dann noch aus einem kleinen Reststück eine Zierleiste für den Deckel gemacht und auf den Deckel geleimt.

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