Zuwachs in der Werkstatt: Tellerschleifer

Manchmal gönne ich mir neues Spielzeug für meine Werkstatt und ein Tellerschleifer stand schon lange auf meiner Wunschliste. Momentan ist es zwar angesagter so etwas „selber zu bauen“ … aber mein zeitliches Budget ist für solche Nebenbaustellen einfach nicht ausreichend. Und da ich momentan genügen offene Projekte habe … galt es Geld in die Hand zu nehmen und etwas zu kaufen.
Da die Auswahl an Tellerschleifern durchaus sehr groß ist, musste ich erst mal etwas Recherchearbeit leisten. Es stellt sich schnell raus, das die einfachen Modelle meisten einen ungenauen Tisch haben … und die Lager oftmals nicht sauber eingestellt sind .. was sich in unnötigen Geräuschen bemerkbar macht. Auch das Thema Staubabsaugung ist nicht bei jedem Tellerschleifer gut gelöst.
So bin ich nach einigem hin und her bei einem Modell der Firma Record Power gelandet – die mit 5 Jahren Garantie wirbt und in den einschlägigen Foren durchaus gut abschneidet.
Ich habe dann einen Online-Shop gefunden wo es zu der Maschine auch gleich ein passendes Kleinmengen-Set an Schleifscheiben gibt. Also nicht gezögert und schnell bestellt. Nach 2 Tagen hat sich dann die Spedition bei mir gemeldet zwecks Übergabetermin. Mit dieser schnellen Lieferung hatte ich gar nicht gerechnet .. und musste mir schnell einen freien Tag organisieren.

Dann kam der schwere Teil (im wahrsten Sinne des Wortes), den das gute Stück hat ein Gewicht von 30 Kg. Dieses galt es dann Stück für Stück in meine Werkstatt zu bugsieren. Danach war dann eine kleine Verschnaufpause angesagt.

Eine Stunde später bin ich dann wieder in meine kleine Werkstatt und habe den schweren Brocken ausgepackt und auf die Werkbank gehievt.
Wie bei solchen Maschinen üblich, war alles schön mit Fett versehen, damit es keinen Flugrost gibt. Diese Sauerei habe ich dann als erstes beseitigt.
Danach konnte ich meine Neugierde kaum zügeln … ich wollte unbedingt wissen ob der Staubsaugeranschluss passt. Auf den ersten Blick ja … dummerweise habe ich aber das falsche Schlauchende zum testen genommen …. es zeigt sich dann später das bei dem Thema noch eine kleine Baustelle gibt.
Was mir sehr gut gefallen hat, ist die Tatsache das alle benötigten Imbus-Schlüssel an der Maschine in einer soliden Halterung geparkt sind. Die Maschinen machte einen super Eindruck … einzigster Kritikpunkt ist der Plastik-Stecker – hier hätte es ruhig eine „Gummiausführung“ sein können.

Danach habe ich natürlich einen kleinen Probelauf gemacht und war begeistert. Die Maschine läuft super ruhig und macht wirklich keinen Lärm … der Staubsauger ist da die lauteste Komponente.

Nachdem das geklärt war, ging es an die Unterbringung. So ein schweres Gerät kann ich nicht einfach immer auf die Werkbank rauf und runter heben. Hier musste eine andere Lösung gefunden werden.

Als erstes habe ich meinen Dickenhobel auf einen Hund umgeladen und den fahrbaren Untersatz vom Dickenhobel für den Tellerschleifer genommen. Das war natürlich keine Dauerlösung. Also habe ich kurzerhand die Pläne für den „Dickenhobel-Wagen“ raus geholt und leicht angepasst. Also ab zu Possling und Fichten-Stollen geholt. Die wurden dann auf Länge gesägt und mittels des Tellerschleifers schön mit einer netten Kante versehen.

Als Verbindung für den Rahmen kamen Dominos zum Einsatz. Die gehen schnell zu verarbeiten, sind stabil und es sind keine störenden Schrauben im Spiel.
Zuerst habe ich beide Rahmen (vorne + hinten) verleimt und gespannt.

Danach wurden dann die Mittelstreben ein geleimt. Danach war dann der eigentliche Schrank schon fast fertig.

Es folgten dann noch zwei 19mm MDF Platten und Bockrollen … und fertig war der fahrbare Untersatz. Um den Schwerpunkt noch etwas zu stabilisieren, habe ich unten einige Rasen-Kantensteine rein gelegt.Da ich nicht wusste ob die wirklich passen, habe ich vorerst nur 4 Stück besorgt.

IMG_8919

Ich erwähnte schon, das der Schlauchanschluss nicht ganz passend war …. hier gab es dann noch eine kleine Bastelarbeit. Dem Gerät lag eine Schlauchreduzierung bei … die nicht ganz passte. Um überhaupt erst mal arbeiten zu können, habe ich mich mit Klebeband beholfen. Danach habe ich den Adapter mit 3mm Moosgummi etwas gepolstert und nun passen meine Schläuche auch ohne Klebeband.

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