Ferienprojekt: zusätzliche Halter

Für das „Ferienprojekt“ in diesem Jahr wurden zur Sicherheit noch ein paar Halter benötigt. Diese habe ich aus Alu-Vierkantrohr und V2A-Reihenschienen hergestellt.
Diese Halter sollen später, auf zwei parallele 28mm Rohre aufgeschoben werden.

Um beim Bohren die Profile nicht zu beschädigen, habe ich diese einfach mit passendem MDF-Holz ausgefüllt. Damit war sichergestellt, das die Profile beim Bohren nicht zusammengedrückt wurden. Dummerweise hat aber genau dieses MDF die Lochsäge komplett zugesetzt. Damit war das Sägen ein sehr zeitintensiver Part.

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Nachdem die großen Löcher gebohrt waren, wurden die Löcher für die Klemmschraubung gebohrt. Damit alle Teile gleich werden, habe ich mir einfach einen einfachen Anschlag hergestellt.
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Die Löcher mussten dann noch entgratet werden.
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Nun mussten die Löcher für die Befestigung der Reihenschiene gebohrt werden.
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Als letztes musste dann noch das Klemmstück bearbeitet werden. Hier kam ein Alu-Flachstreichen zum Einsatz. Dieses hat vier Gewindebuchsen erhalten.

Leider habe ich keine Fotos von den montierten Haltern gemacht, mal sehen ob ich die später nochmal nachliefern kann.

Damit es immer an Wand lang geht: Konsolen-Fabrik

Und wieder eine „Kleinigkeit“ für mein nächstes „Ferienprojekt“ …. wobei „Kleinigkeit“ es nur bedingt trifft: „eine Menge kleiner Teile“ – passt da wohl eher !

Im Rahmen des besagten Projektes werden Wandkonsolen benötigt. Da die dortigen Klimabedingungen einen Einsatz von „verzinktem Stahl“ nicht ermöglichen, muss was beständigeres her – am besten V4A. Die Preise für fertige Wandkonsolen aus V4A sprengten aber jeglichen Rahmen – und so bin ich auf die Idee gekommen passende Konsolen aus Aluminium (AW6060) zu bauen. Diese Legierung wird als seewasserbeständig klassifiziert.
Die Konstruktion besteht aus 4 Teilen:

  • U-Profil als Wandschiene
  • Rechteck-Rohr als Träger
  • Flachprofil als Querstrebe
  • C-Profil-Schiene für Rohr schellen

Die einzelnen Teile werden mit V4A Blechschrauben verschraubt. Damit hier später kein Lochfraß stattfindet (Stichwort: elektrochemische Spannungsreihe), wurde das fertige Teil am Ende mit einem Dickschicht-Lack versehen.
Da der Arbeitsaufwand ziemlich enorm war, habe ich bei diesem Projekt von meiner geliebten Frau tatkräftige Unterstützung erhalten … zu zweit geht es halt schneller !
An dieser Stelle nochmal ein ganz großes Dankeschön an meinen helfenden Engel !

Als erstes wurden alle Querstreben auf Gehrung geschnitten. Dafür musste meine kleine Proxxon Tischkreissäge ganz viele Schnitte machen. Leider habe ich von diesem Schritt keine Fotos gemacht – fragt mich nicht wieso …

Danach ging es dann an das Bohren der U-Profile. Jedes Profil hat 3 Löcher bekommen. Damit die Löcher bei allen Teilen gleich sind, habe ich mir einen einfachen Anschlag gebaut.

Nachdem nun die U-Profile gebohrt und gesenkt waren, ging es an die Rechteckrohe. Diese wurden nach der gleichen Technik gebohrt. Hier wurden insgesamt 5 Löcher gebohrt. Einfach für den Fall das man später die Profilschiene versetzen möchte oder eine Schraube abreißt.
Nachdem bohren wurden dann die Löcher von innen mit einer Feile grob entgratet.

Für die weitere Montage wurde nun eine kleine Montagehilfe benötigt. Aus Holzresten habe ich dann kurzerhand eine solche gezaubert.
Damit das Handling recht einfach wird, habe ich eine passende Nut eingefräst.

Nun ging es an die Löcher für die Verbindung der beiden Profile. Ich hatte die erste Bohrung mit 3 mm ausgeführt, musste dann aber bei der Probeschraubung feststellen das dies zu klein ist. Also habe ich dann auf 3,5 mm umgeschwenkt und damit hatten die Schrauben kein Problem mehr.
Im nächsten Schritt wurde dann auch die erste Bohrung für die Querstrebe angefertigt und diese gleich verschraubt.

Als nächstes folgte dann die Lackierung. Glücklicherweise hatte ich noch das Untergestellt von der großen Box zur Hand – dieses war eine wunderbare Abstellmöglichkeit für die lackierten Teile.
Aber dieser Teil war der anstrengendste … als erstes mussten die Teile  entfettet werden und dann anschließend in mehrere Teilschritten lackiert.

Nachdem die Farbe abgebunden hatte und alle Teile „etwas“ Farbe bekommen hatten, ging es an die letzte Bohrung / Verschraubung.
Danach wurden dann alle Schraubverbindungen nochmals mit einem Pinselstrich Farbe versehen.

IMG_9068Nachdem die eigentlichen Konsolen fertig waren, mussten nun die C-Profilschienen auf Länge gesägt werden. Diese waren aber aus V2A (nicht optimal , aber V4A war einfach nicht drin) und somit sehr hart.
Die ersten Sägeversuche habe ich mit meiner Stichsäge durchgeführt – aber trotz einem sehr robusten Sägeblatt – war das Ergebnis nicht so dolle.
Ich erinnerte mich dann an meine kleine Säbelsäge und gab dieser eine Chance. Da ich kein passendes Sägeblatt hatte, habe ich einen Probeschnitt mit dem mitgelieferten Metallblatt gemacht … das Ergebnis was noch schlechter als mit der Stichsäge, zeigte aber auch das die Säge ausreichend Power hat.
Habe dann für die Säge das passende Edelstahl-Sägeblatt gekauft und wurde dann sehr überrascht. Mit dem einem Sägeblatt konnte ich alle Schnitte machen, ohne das es Probleme gab. Das Blatt habe ich zwischen den Schnitten mit WD40 eingesprüht und ich habe wirklich „langsam“ gesägt … Die Schnitte sind wirklich sehr gut geworden.
Als letztes wurden dann die Schnittkanten mit einem Schleiffinger entgratet und dann mit der Konsole verschraubt.

Nachdem die Teile nun fertig waren, konnte ich das Untergestellt wieder demontieren. Da die Auflageflächen etwas gelitten hatten, habe ich diese einfach durch meinen Dickenhobel geschoben und habe dann Holz „wie neu“ herausbekommen.

Metallarbeiten – Teil2 + Oberfläche

Ein sehr geschätzter Arbeitskollege hat mir eine Ösenplatte auf mein Blech geschweißt. Nun muss das ganze noch geschliffen und gebohrt werden.

Als erstes wurde das ganze mit einer Powerfeile etwas beschliffen.

Danach ging es an die Bohrarbeiten. Dazu habe ich mir erst mal eine einfache Bohrstation gebaut. Danach wurde mit einem 3mm HSS Bohrer vor gebohrt. Danach wurde das Blech als Schablone für das zweite Blech verwendet. Später müssen noch alle Löcher gesenkt werden und dann geht es auch schon an die Oberflächenbehandlung.

Für den gedachten Einsatzzweck ist ein dezentes Aussehen sehr wichtig, aus diesem Grund habe ich die Oberfläche entsprechend gestaltet. Als erstes kam einfaches Rost-Effekt-Spray aus dem Baumark als Grundierung zum Einsatz. Dann ging es mit einem speziellen Rost-Effekt Lack an die endgültige Oberfläche. Später wird das ganze dann vor Ort noch mit etwas Beize an die restliche Umgebung angepasst.

Flurhängeschrank – Muster-Tür

Nachdem nun der Prototyp vom Korpus an der Wand hängt, gilt es nun die entsprechende Tür zu bauen. Es soll eine Tür in Rahmenbauweise mit einer Hochglanz-Füllung werden. Auch hier wird als erstes ein Muster gebaut, damit man mal sehen kann wie stabil das ganze dann wird. Zumal ich so eine Tür noch nicht gebaut habe.
Um den Materialaufwand gering zu halten, habe ich mich entschlossen eine fertige Glasplatte vom „Möbel-Schweden“ zu verwenden. Diese ist zwar etwas zu groß – aber für ein Muster sollte es reichen. Ich habe dem Rahmen einfach entsprechend angepasst.

Als erstes wurden Streifen (100mm)  aus Birke-Multiplex geschnitten. Dank meiner Rip-Guides gingen die schmalen Schnitte auch mit der Führungsschiene sehr präzise. Danach wurden die Streifen auf die Endmaße gekürzt.

Als nächstes mussten die Falze für die Glasscheibe gefräst werden. Ich habe mich dazu entschlossen dieses auf dem Frästisch zu machen.

Durch die Art der Fräsung war auf den kurzen Stücken noch ein wenig Nacharbeit erforderlich. Ich habe das einfach mit einer Frässchablone und der Handoberfräse (4mm Nutfräser) gemacht.

Danach habe ich die Dominos eingefräst.

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Und dann ging es auch schon an das verleimen. Auch hier musste ich meine Zwingen wieder verlängern.

Danach konnte ich testweise das Glas einlegen und der Regierung das ganze zur Endkontrolle „übergeben“.

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Wieder zurück auf dem alten Kontinent

Zwei sehr spannende USA-Wochen sind nun vorbei und ich bin nun endlich wieder zu Hause. Natürlich konnte ich nicht wiederstehen und habe dort die Chance genutzt mir eine schon länger geplante Anschaffung „zu gönnen“ – zumal ich dort vor Ort erheblich sparen konnte.
Es handelt sch um eine Vorrichtung zum fräsen von Zinkenverbindungen – eine Leigh D4Rpro
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Natürlich gleich mit der passenden Absaugung und aller benötigten Adapter.
Nun muss ich mir hier vor Ort nur noch die passende Halterung für meine Festool-Oberfräse kaufen … und schon kann es losgehen. Bevor es aber soweit ist – muss ich aber in meinem Keller noch weiter „für Ordnung“ sorgen.

Ein Sprung über den Teich

Arbeitstechnisch bin zur in einem Projekt mit „Management-Attention“ verdrahtet. Das hat zur Folge das sich meine Reisetätigkeit extrem vermehrt hat. Egal ob Frankfurt oder München – alle 2 Wochen bin ich mit dem Flieger unterwegs. Und weil es so ein wichtiges Projekt ist, ist auch Schulung ein Thema. So gab es eine Schulung in Berlin und eine gibt es zur Zeit in Atlanta. Ja richtig gelesen – Atlanta in Georgia USA – sprich über den großen Teich. So ein Angebot bekommt man nicht alle Tage geboten und so habe ich diese auch gleich am Schopf gepackt. Nun bin ich also das erste mal in den USA und muss hier versuchen „zu überleben“. Eines stellt man sehr schnell fest: Das Bild , was man bei uns von der USA hat … ist leider so nicht ganz tragbar. Soll heißen, die Menschen hier haben alle kein Giga-Internet-Anschluss und die Kosten sind hier auch nicht ohne. Auch das die Menschen hier alle „Oversized“ sind – auch Fehlanzeige. Es gibt zwar durchaus einige Exemplare .. aber das ist nicht die Regel. Aber eines ist wahr: Hier ist Holzbearbeitung (Woodworking) sehr viel verbreiteter … und so habe ich mich auf den Weg gemacht eine der wunderbaren Quellen persönlich zu besuchen:
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Dieser Laden ist ein wahrer Traum. Alles was das Woodworker-Herz höher schlagen lässt gibt es hier zu kaufen. Und die Mitarbeiter sind sehr hilfsbereit und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Und natürlich gibt es hier auch Woodpecker zu kaufen und das sogar in der metrischen Version. Ich habe mir dann mal erlaubt ein kleines Geschenk einzukaufen.
Wenn man dann schon mal in Atlanta ist, kann man sich hier auch noch mal etwas umschauen:
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Danach wurde das Georgia Aquarium besucht:
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Mal sehen was mich hier noch alles erwartet …