Um die Ohren gehauen

Da ja die Zeit drängt – der Urlaub ist ja bald – muss das Thema Tauchtauglichkeit zeitnah geklärt werden. Da mir ja bewusst ist, das dass Thema nicht so simpel ist, habe ich mich schlau gemacht und bei der GTÜM die Richtlinien studiert. Dann kurzer Hand bei Amazon das entsprechende Buch bestellt. Nachdem ich nun die Regel und das für und wieder kenne, galt es noch einen Fachmann zu befragen. Habe dazu bei der GTÜM die Taucharztliste durchgearbeitet und einen HNO-Arzt gefunden der nicht nur nach Schema-F antwortet (Ohr-Op = Nein) sondern auch differenziert. Hatte dort am Freitag einen Termin und war doch mal wieder überrascht, einen Arzt mit einem gewissen Anspruch zu treffen. Er hat mich sehr genau untersucht und mir recht gegeben, das ich mit meiner Prothese durchaus tauchen kann – aber mit einem unkalkulierbaren Risiko. Sollte sich die Schuhknecht-Prothese verschieben und dann das Innenohr perforieren und dann keine Spezialklinik in Reichweite sein – wäre ich zum einem taub und u.U. auch ohne Gleichgewichtssinn. Dieses Risiko ist mir persönlich zu hoch. Seiner Meinung ist schnorcheln bis 3m kein Problem, von allem anderen sollte ich aber die Finger lassen. Nach Sichtung meiner OP-Unterlagen und einer sehr ausführlichen Audiometrie konnte er auch meinen Eindruck bestätigen, das meine damalige Versorgung sehr schlecht war. Er versteht auch nicht, wieso damals keine Revision gemacht wurde. Zeigen die audiometrischen Untersuchungen doch, das sich nach 2 Monaten nach OP alles wieder sehr verschlechtert hat. Er denkt das die Prothese schon verschoben ist. ….. Also ist jetzt ein hochauflösendes CT von der Felsenbeinhöhle erforderlich um zu sehen wie so der Stand der Dinge ist. Nächsten Donnerstag habe ich da einen Termin 🙂

Tag 18, last day in paradise

Mit dieser Erkenntnis wird jeder Urlauber früher oder später konfrontiert – und so war es nur eine Frage der Zeit bis dieses auch bei uns passiert:
Der Urlaub ist nicht endlos – schlimmer noch: das Ende ist zudem ganz nah !
Diese Erkenntnis trifft einen wie ein Schlag und man könnte augenblicklich in ein tiefes dunkles Loch fallen …. nur hier in Sipaway strahlt die Sonne soo hell, das es keine dunklen Löcher gibt. Und so startet man den letzten Tag genauso fröhlich wie all die anderen.
Ich hatte das große Glück das für diesen Tag noch ein Tauchgang für mich abfällt – in einem wunderschönen Riff. So bin ich dann mit anderen Tauchern um 9h zum Tauchgang aufgebrochen. Diesmal war Christian an meiner Seite und hat mir die wunderschöne Unterwasserwelt gezeigt. Das Riff war einfach nur Spitze – Fische in Hülle und Fülle , egal wohin man schaut. So verging dann der Tauchgang sehr schnell – eigentlich zu schnell ! Es ist schon sehr spannend was da unter Wasser so passiert – ich kann verstehen das man Tauch-Süchtig werden kann !
Nach dem Tauchen war dann erstmal etwas relaxen angesagt … wo kann man dieses am besten ??? Natürlich im Pool , unter der herrlichen Sonne die einem wärmt.
Wir haben dann am Nachmittag noch eine ausführliche Massage genossen und waren danach total zu 100% relaxt … so muss sich das im Urlaub anfühlen!
Am Abend gab es dann noch ein wirkliches Highlight: Der Resort-Chef schaute nach langer Abwesenheit wieder vorbei um einige Tage hier zu verbringen – das wurde zum Anlass genommen ein kleines Fest zu feiern. So wurde dann kurzerhand im Grillhouse ein gegrilltes Schwein samt Buffet serviert. Zusammen mit den Angestellten wurde dann ein lockerer Abend verbracht. Es war wie ein Familien-Fest – was nicht verwundert, da hier sowieso alles sehr familiär ist.
Und so kam es, das unser letzter Abend mit einem wunderschönen Fest endete.

Tag 11 – 9 Uhr , die Sonne brennt aber die Frisur sitzt


Gleich um 9 Uhr haben wir die Fähre rüber nach San Carlos genommen um nochmals die Stadt zu erkunden (und etwas zu shoppen). Die Sonne hat gebrannt – so sehr, das auch Silvia geschwitzt hat ! Als erstes sind wir zum Public-Markt gewandert und dann nach „Gefühl“ weiter gezogen… Leider sind wir dann erstmal in einem Kirchenviertel gelandet und man hat auch gleich versucht uns mit „katholischer Gastfreundschaft“ zu beeindrucken. Beeindruckend waren die Kirchenbauten – zumal wenn man den Rest der Stadt sieht.

Als wir dann so um 12h30 im Resort angekommen sind, gab es erstmal ein Bier an der Bar. Da auch Christian und Co. anwesend waren, kam schnell die Idee hoch, dass man ja um 14h einen gemeinsamen Tauchgang machen könnte. Momentan gibt es nur einen Tauchgast und deshalb sind noch genügend Tauchplätze „frei“… Gesagt getan – wir sind dann um 14 Uhr zur Tauchbasis gewandert und ich habe mich dann fertig gemacht. Silvi hatte es sich derweil auf dem Tauchboot bequem gemacht. Leider hat der einzigste Tauchgast so seine Probleme mit der Uhr – jedenfalls kam dieser nicht. Also musste erstmal der Tauchbasisleiter zum Resort laufen um dort beim Gast „mal nachzufragen ob er den Zeit hätte“…. Wir hatten dann in der Summe 45Minuten Verspätung. Das alles ist natürlich schon kein gutes Omen – und als ob man es geahnt hätte – es kam noch besser ! Nach ca. 5 Minuten Fahrzeit ist die Schraube vom Tauchboot abgerissen. Einfach mal so – und nun kamen wir nicht vom Fleck weg. Also wurde kurzerhand der momentane Schiffsstandort zum Tauchplatz erklärt – und los ging es………..
Hier ein Foto kurz vor dem Tauchgang:

Da es ja mein erster „Freitauchgang“ war, hatte ich wieder einen sachkundigen Lehrer an meiner Seite: Volker. Er hatte mich den ganzen Tauchgang an seiner Leine und hat dafür gesorgt das alles super gelaufen ist – an dieser Stelle mein Dank an Volker !

Tag 10 – Eine Insel mit zwei Bergen ….

Wir wollten es diesmal besser machen und haben uns spontan nach dem Frühstück zu einem gemeinsamen Ausflug getroffen: Der Reiseleiter hat uns seine Insel gezeigt.
Als erstes musste er uns den Kindergarten zeigen ….. aber irgendwie hatten wir den Eindruck das dieser Ausflug nur ein Vorwand war, um endlich wieder mit seinesgleichen spielen zu dürfen ….

Anschließend ging es zu einem gaaaaaanz alten Baum und danach dann zu dem Public-Sea-Port.

Und zum Schluß haben wir die Insel-Werft besucht, um Einblicke in die moderne Schiffsbautechnologie zu erhalten. Es war umwerfend mit welchem Einsatz hier moderne Hochseeschiffe hergestellt werden.

Der eine oder andere kennt ihn schon – ich hatte die Ehre in etwas kennenzulernen – allen anderen kann ich nur empfehlen: Kommt her und lernt ihn kennen; die Rede ist von ihm:

Ich hatte die Ehre von seinem Können zu partizipieren und ich kann ohne zu übertreiben sagen: Es hat mein Leben um eine einmalige Erfahrung bereichert ! Der eine oder andere kennt ja meine „Probleme“ und umso erstaunlicher ist es , dass ein Problem nun keines mehr ist. Diesem Menschen verdanke ich meinen ersten Tauchgang !
Nicht im Pool oder so – sondern im Meer ; richtig dort wo die Fische schwimmen und so. Was man da alles so zu sehen bekommt – man kann vor lauter gucken direkt Raum und Zeit vergessen. Es war wunderschön und vielleicht werde ich mich nochmal in seine Obhut begeben um das Erlebnis noch mit einem zweiten Tauchgang zu krönen.

Abends hatte dann der Resort-Manager seine große Stunden: Er hat der Silvi kurzerhand eine Spezial-Suppe vorgesetzt. Der eine oder andere kennt ja das Problem: Es ist nicht soooo einfach der Silvi etwas „gutes“ einfach mal so „vor zusetzen“ – aber er hatte seine Durchsetzungs-Stimme am Start und dann ging das! Mir ist die Kinnlade runtergefallen… O-Ton: Nicht quatschen sondern essen und zwar 1-2-fix. Und die Silvi hatt dann ganz still ausgelöffelt … Wenn ich es nicht erlebt hätte …. Übrigens, es war eine Möhren-Ingwer-Suppe. …. damit Sie wieder etwas aufbaut. Denke ich werde diese Suppe auch bestellen und vielleicht kann ich dem Chef ja das Rezept entlocken …