Das Wandboard und die Cherry-USB-Tastatur … oder die Geschichte vom Frickel-Linux-D….

Nachdem ich letzte Woche in einer Linux-Cluster-Schulung gesessen habe und feststellen durfte, das Linux anscheinend immer noch eine Sammlung von Frickel-Bausteinen ist … wurde ich am heutigen Tag auch nochmal an diese Tatsache erinnert. Eigentlich wollte ich nur das Ubuntu-Linux auf dem Wandboard testen … Leider war auf dem Original-Ubuntu-Image der SSH-Dienst deaktiviert, so das ich mit Maus und Tastatur direkt ran musste. Da ich keine USB-Tastatur hatte und sowieso eine neue Tastatur benötigte, hatte ich mir kurzer Hand eine Cherry-Tastatur gekauft. Diese habe ich dann in meiner naiven Art und Weise an das Wandboard angeschlossen, aber das Wandboard hat diese komplett ignoriert. Egal ob ich diese direkt oder per USB-Hub angeschlossen habe – die Tastatur blieb offline. Einzig die Maus wurde erkannt. Mangels SSH und direkter RS-232 Anbindung habe ich dann andere Linux-Images ausprobiert … Mit dem Yocto-Image konnte ich dann wenigstens per SSH mal auf die Kiste rauf und schauen. Laut lsusb und den Logmeldungen wird die Tastatur erkannt, aber irgendwie wird diese nicht als Input-Device eingebunden. Nach einige Stunden habe ich es dann aufgegeben. Ich hoffe das es bald ein neues Image für die Kiste bereitgestellt wird, die das Problem löst.
Was mich besonders ärgert, ist einfach die Tatsache das heutzutage halbfertiger Dreck ausgeliefert wird. Man vertrödelt massig Zeit damit unnötige Probleme zu beseitigen. Dazu muss man dann immer extrem in die Tiefe der Materie eintauchen um dann irgendeinen Murks zu reparieren.
Sicherlich wird man mir jetzt sagen: Ist doch nur Linux – du kannst dir doch das Linux selber „zusammenbauen“ – wie du es für dein Wandboard brauchst…. Darauf kann ich dann nur antworten: Wenn ich ein Auto kaufe, dann erwarte ich auch das diese „fertig“ zusammengebaut ist und fährt – und nicht das ich einen Bausatz bekommen ! Ich möchte gerne gleich losfahren und nicht erst einige Tage mit dem Zusammenbau verbringen.

Nicht alles was nach Regalbrett klingt – ist auch eines … Wandboard ausgepackt

Gestern ist mein Wandboard angekommen. Jetzt wird sich der eine oder andere Fragen: „Was soll das sein ? – Ein Regalbrett ??“
Das „denglish“ führt uns auf eine falsche Fährte … denn ein Regalbrett wäre einfach nur ein „shelf“ oder vielleicht ein „shelfboard“ – aber niemals ein Wandboard. Was für uns deutsche einfach eine „Wand“ ist …. steht im englischen für „Zauber“ – Sprich ich habe gestern ein „Zauber-Brett“ geliefert bekommen.
Es handelt sich dabei um einen kleinen Einplatinen-Computer der mit Linux laufen kann. Ich habe ja schon etwas mit dem BeagleBoard rumgspielt – aber etwas mehr Schnelligkeit und Rechenleistung kann ja nie schaden.
und so bin ich über das zauberhafte Brett gestolpert.

Ich habe mir gleich ein Sorglos-Paket mit Gehäuse, Netzteil und WLAN-Antenne geholt – damit ich gleich loslegen kann und nicht wieder auf irgendwas warten muss. Bin halt etwas ungeduldig geworden.
Hier der Lieferumfang:
Wie man sieht, es ist alles schön verpackt.
wpid-20140403_085834.jpg

Und nun noch ausgepackt..
wpid-20140403_090040.jpg

Hier habe ich das Board dann einfach in das perfekt passende Gehäuse gesteckt:
wpid-20140403_090403.jpg

Als erstes Test habe ich mir das fertige Ubuntu-Image von der Wandboard-Seite heruntergeladen und auf die SDCard gespeichert … es hat auf Anhieb geklappt und ein Desktop-Ubuntu (Unity bäh.) lächelte mich an. Die Startzeit war – für ein kleines System wie dieses – sehr fix. Da ich aber kein Ubuntu-Freund bin, werde ich die Tage mal versuchen ein CentOs auf den kleinen Kerl zu platzieren. Sobald das passiert ist, werde ich darüber berichten ..